Zurück 28. Mai 2018

MED UP vereint Wirtschaft, Forschung, Gesundheit und Bildung

Die oö. MedTech-Branche hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt und weist hervorragende Markt- und Zukunftsaussichten auf. Oberösterreich hat zahlreiche innovative Unternehmen und exzellente Forschungs-, Entwicklungs-, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die es alle zu vereinen gilt, um den Standort zu stärken und ihn so erfolgreich und international bekannt zu machen.

Um den Standort Oberösterreich auszubauen wurde die Initiative „MED UP - Medical Upper Austria“ vom Wirtschafts- und Forschungsressort gemeinsam mit dem Gesundheitsressort des Landes OÖ in Auftrag gegeben.

Eine hochkarätige Steuerungsgruppe bestehend aus Johannes Kepler Universität, Kepler Universitätsklinikum, Fachhochschule Oberösterreich, Upper Austrian Research und der Medizintechnik-Cluster in der Rolle des neutralen Koordinators und Vertreter der Wirtschaft bildeten vor einem Jahr die Keimzelle für den Standort-Ausbau und erarbeiteten im Auftrag vom Wirtschafts- und Forschungsressort gemeinsam mit dem Gesundheitsressort des Landes Oberösterreich ein Konzept für die Initiative ‚MED UP - Medical Upper Austria’.

Ziel ist es, am oö. Standort neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Patientenbetreuung zu verbessern, die F&E-Quote zu steigern, die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen sowie Synergien zwischen Gesundheits-, Bildungs-, Forschungs-, und Entwicklungseinrichtungen und Unternehmen zu erschließen.

6,4 Mill. Euro für MED UP

Es werden vier konkrete Handlungsempfehlungen des MED UP - Medical Upper Austria mit 6,4 Millionen Euro finanziert:

  • Ausschreibung eines Leitprojektes: Die erste Indoveranstaltung für die Ausschreibung eines Leitprojektes im Rahmen des MED UP - Medical Upper Austria, abgewickelt von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in der Förderschiene STAR, findet am 26. Juni 2018 von 10 - 12 Uhr im Europasaal der WKOÖ statt.
  • Erarbeitung eines detaillierten Strategiepapiers
  • Bereitstellung einer virtuellen Open Innovation Plattform
  • Ausschreibung von kooperativen Projekten für Forschung und Wirtschaft in den selektierten Schwerpunktthemen des Medical Engineering

Exzellenz in Forschung

Oberösterreich zeichnet sich vor allem durch ein Zusammenspiel der Johannes Kepler Universität, der Fachhochschulen, der außeruniversitären Forschung und der Kliniken/ Spitäler wie das Kepler Universitätsklinikum aus. All diese Institutionen/ Einrichtungen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Exzellenz in der medizin(techn)mischen Forschung am Standort. Diese Exzellenz soll sichtbarer werden. Eine Sichtbarkeit, die auch die Gründungsszene ankurbeln und die Zahl der MedTech-Start-ups in Oberösterreich steigern soll.

Das hohe Marktpotential von Gesundheit und Medizintechnik erkennen auch immer mehr bestehende Unternehmen in Oberösterreich. Durch die Zusammenführung von Wissen verschiedener Branchen können Problemstellungen in der Medizintechnik verbessert oder gelöst werden. Deshalb ist es wichtig, auf bestehende oö. Stärkefelder wie Kunststoff, Mechatronik und Digitalisierung aufzubauen und sogenannte Umsteiger zu adressieren - etablierte Unternehmen, die ihr Produktportfolio um jenes der Medizintechnik erweitern wollen. Digitalisierung und Materialien Dementsprechend fokussieren sich die inhaltlichen Schwerpunkte des MED UP - Medical Upper Austria primär auf den Bereich der Medizintechnik (Medical Engineering), der sich wiederum in „Digital Health“ und „Medical Materials“ verzweigt.

 

ÜBER DEN MEDIZINTECHNIK-CLUSTER

Der Medizintechnik-Cluster (MTC) der oö. Standortagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin in Oberösterreich. Ziel ist es, die rund 230 Partner des Medizintechnik-Clusters zusammenzuführen und gemeinsam neue Projekte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu initiieren und zu entwickeln. Seit Bestehen des Clusters (Gründung im Jahr 2002, damals noch Gesundheits-Cluster) konnten bereits 86 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten sowie nationalen und internationalen Projekten gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden.